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Der erste Eindruck entscheidet

Für die Karriere ist nicht nur der Bildungsgrad, sondern auch das eigene Auftreten wichtig. Um zu einem Vorstellungsgespräch überzeugend und professionell zu wirken, sollte sich der Bewerber in die Perspektive des potenziellen Arbeitgebers bringen. Das ist der beste Weg um herauszufinden, worauf sich der Arbeitgeber konzentriert und besonderen Wert legt.

Das Outfit, die Selbstsicherheit und Überzeugungskraft, sowie das Wissen und Interesse am Unternehmen haben eine zu gleichen Teilen wichtige Bedeutung. In der heutigen Zeit reicht es nicht aus, einfach seriös aufzutreten und in seinem Wissensgebiet herausragend zu sein. Teamfähigkeit, sowie das Interesse am Unternehmen und dessen Arbeit geraten immer mehr in den Fokus und fließen bei den meisten Arbeitgebern zu großen Teilen in den Bewerberentscheid ein. Als junger Bewerber kann man davon ausgehen, dass der potenzielle Arbeitgeber keine langjährige Berufserfahrung verlangt. Dies ist ein Grund, warum das Auftreten sich nicht über die Erfahrung und Kenntnisse, sondern über das Erscheinungsbild und die Fähigkeit zur Eingliederung im Team definieren sollte.

Generell hat der Bewerber die größte Chance, der sich verkaufen kann und den potenziellen Arbeitgeber von sich überzeugt. Den ersten Eindruck gewinnt ein Arbeitgeber bereits über das Bewerbungsschreiben. Daher sollte man hier nicht nur auf die standardisierte Formulierung, sondern auf eine wirklich ansprechende Selbstdarstellung achten. Wer sich zu sehr ins rechte Licht rückt, wirkt ebenso unglaubwürdig wie ein Bewerber, der seine Fähigkeiten unter den Scheffel stellt und mit Vorsicht auftritt. Der Stil einer Bewerbung sollte dem Berufsbild des Jobs und der Philosophie des Unternehmens angepasst sein.

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Kreativität als Karrierekatalysator

Laut der Global CEO Study sehen mehr als 60% der 1500 befragten CEOs weltweit den Faktor Kreativität als einen der wichtigsten Fähigkeiten im Management an. Dies überrascht kaum, bedenkt man, was Kreativität ermöglicht: Flexibles Handeln in herausfordernden Situationen und die Fähigkeit neue Wege einzuschlagen, wenn alte abgebrochen werden – Können, das schon früh in der Karriere an Bedeutung gewinnt.

Das gilt auch für Karrierebereiche, die nicht in der Kreativbranche angesiedelt sind. Auf die Frage: “Was empfehlen Sie Jus-Studenten, die gross herauskommen beziehungsweise Karriere machen wollen?” antwortete Roland Mathys, Wirtschaftsanwalt bei Wenger Plattner, in einem Interview mit der Basler Zeitung: “Angehende Anwälte und Steuerberater sollen interessiert und engagiert sein. Sie sollten sich aus Begeisterung und nicht aus Verlegenheit für diesen Beruf entscheiden. Weiter sind gute Noten im Studium wichtig. Auch müssen unsere Berufskollegen kritisch und kreativ zugleich sein….Juristen müssen nicht nur die Gesetzestexte kennen, sie müssen sie auch konstruktiv und kreativ anwenden können. Stossen sie an rechtliche Grenzen, müssen sie sich einen anderen Weg überlegen, der zum Ziel führt.”

Kreativität gewinnt zunehmend an Wichtigkeit besonders in der Schweiz. Laut dem dritten Zürcher Kreativwirtschaftsbericht handelt es sich bei der Kreativwirtschaft – dazu gehören die Musikwirtschaft, Architekturmarkt, Designmarkt, Werbemarkt, Kunstmarkt, Buchmarkt, Software und Games Industrie – um einen Wirtschaftssektor mit überdurchschnittlich hohem Wachstum. So waren bereits 2008 über 200’000 Personen in gut 40’000 Betrieben in der Kreativwirtschaft beschäftigt. Dies entspricht 10 % aller Betriebe und 5 % aller Beschäftigten in der Schweiz. Ein Trend der weiter ansteigt. Ein anderer wichtiger Vorteil der Kreativwirtschaft: sie hält Wirtschaftskrisen besser stand als die traditionelle Industrie, wie ein Bericht der Vereinten Nationen (UNDP) und der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) gezeigt hat.

Historisch betrachtet wurde Kreativität in der Wirtschaftswelt nicht immer so hoch geschätzt wie heute. Erst in den letzten dreissig Jahren, erlangte sie die wirtschaftliche Bedeutung, die man ihr heute beimisst. Diese Entwicklung wurde vorwiegend durch zwei Gegebenheiten vorangetrieben: In den Industriestaaten erfuhr die Wirtschaft einen Strukturwandel. Zunehmend basieren Länder wie die Schweiz auf dem Dienstleistungssektor, dessen “Rohstoffe” Ideen, Marken und andere immaterielle Güter sind.

Eine weitere Ursache für den steigenden Stellenwert der Kreativität in der Arbeitswelt ist in der Globalisierung und der neuen internationalen Arbeitsteilung zu finden. Die Produktion erfolgt heutzutage hauptsächlich in Ländern mit niedrigen Lohnkosten, während sich die westlichen Volkswirtschaften auf Spitzentechnologien, Konzeptentwicklung, Design und Marketing fokussieren. In der Automobilindustrie beispielsweise beruht der Erfolg heutzutage vor allem auf dem Markenauftritt, dem Gesamtkonzept und dem After-Sales-Service. In den 70er Jahren kam es dagegen für einen Marktführer in dieser Branche in erster Linie darauf an, sich mit technischen Fakten wie zum Beispiel den Hubraumwerten durchzusetzen. “Future Talents”, welche in der Welt von morgen berufliche Erfolge feiern wollen, müssen deshalb nicht nur solide Fachkompetenzen vorweisen können, sondern auch diese kreativ einzusetzen wissen.

 

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